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Rezepte

Ayurvedische Rezepte: das sind unsere Lieblings-Rezepte

Elisabeth Naschberger-Mauracher
Elisabeth Naschberger-Mauracher01.04.2025
Ayurveda empfiehlt den größten Teil der Nahrung gekocht zu verzehren.

Ayurveda stammt aus Indien und bedeutet übersetzt »Das Wissen« (veda) »vom langen Leben« (ayur). Es ist die älteste ganzheitliche Heilkunst der Menschheit und nicht nur Massagen, spezielle Reinigungskuren und Yoga gehören zur ayurvedischen Lebensweise, sondern auch die Ernährung.  Alle Elemente zusammen sollen die verschiedenen Körperfunktionen, wie zum Beispiel den Stoffwechsel, die Verdauung und das Gewebe in Balance halten, damit keine Krankheiten entstehen können. Die Ernährungsweisen können je nach Typ angepasst werden. Ayurveda unterscheidet hier zwischen den drei Doshas: Kapha, Pitta und Vata. Jeder Mensch entspricht, je nach Ausprägung verschiedener Merkmale, einem dieser drei Doshas.

Tipps für die ayurvedische Ernährung

Bei anderen Ernährungsarten steht die Rohkost im Mittelpunkt. Nicht so beim Ayurveda. Hier empfehlen wir, dass Du den größten Teil der Nahrung gekocht verzehrst. Nur mittags kannst Du als Beilage zum Beispiel einen Salat essen, denn zu dieser Zeit hat Dein Verdauungssystem die meiste Energie. Die gekochte Nahrung kann Dein Körper leichter aufnehmen, weswegen gerade am Abend auf Rohkost verzichtet werden sollte.

  • Iss nur kleinere Mengen. Dein Magen sollte nur zu etwa drei Vierteln gefüllt sein.

  • Lass zwischen allen Hauptmahlzeiten 4 bis 5 Stunden vergehen. Die Nahrung sollte immer komplett verdaut sein, ehe Du etwas Neues zu Dir nimmst.

  • Verwende immer reines Butterfett (Ghee) zum Braten und Kochen. Ghee wird aufgrund seiner vielen gesundheitsfördernden Eigenschaften besonders geschätzt.

  • Zum Würzen solltest Du am besten ayurvedische Gewürze wie Kurkuma, Kreuzkümmel, Koriander, Garam Masala, Chili oder Ingwer benutzen. Damit haben Deine Gerichte nicht nur eine typisch ayurvedische Note, sie erleichtern auch die Verdauung der Lebensmittel.

  • Und zu guter Letzt: Genieße Deine Mahlzeiten in einer entspannten Atmosphäre. Lies keine Zeitung, höre keine Nachrichten und schaue nicht die neuste Folge Deiner Lieblingsserie. Auch schwierige Themen solltest du nicht am Tisch besprechen. Diese Dinge beeinträchtigen alle den Verdauungsprozess.

Damit Du in Zukunft ayurvedische Gerichte auch daheim kochen kannst, haben wir unsere liebsten Rezepte für Dich rausgesucht.

Buntes Gemüse mit Koriander-Sauce

Besonders gut für alle Doshas ist es, das Gemüse in einer leicht dickflüssigen Sauce zuzubereiten. Während des Kochens sollte die Wassermenge daher variieren.

Zutaten

  • 500 g Gemüse je nach Saison (wie breite Bohnen, Karotten, Kartoffeln und Broccoli)

  • 1 EL flüssiges Ghee oder raffiniertes Sonnenblumenöl

  • 1 ¼ TL Kreuzkümmelsamen

  • ½ TL Bockshornkleesamen

  • 10 Schwarzpfefferkörner

  • 4 Nelken

  • 1 Prise Asafoetida (Asant) Gewürz

  • ½ TL Paprikapulver

  • ½ TL Kurkumapulver

  • 1 ¼ TL Salz

  • 150 ml Kokosmilch

  • 50 ml Wasser

  • 1 Handvoll frische Korianderblätter

Zubereitung

Wasche das Gemüse und schäle die Karotten und Kartoffeln und schneide anschließend alles klein. Erhitze nun das Ghee oder Öl in einer Pfanne. Die Kreuzkümmelsamen, Bockshornkleesamen, Schwarzpfefferkörner und Nelken werden darin leicht goldbraun für ca. 20 Sekunden angeröstet. Gib das Asafoetida (Asant) Gewürz dazu, schwenke alles kurz und füge dann sofort das Gemüse, Salz, Kurkuma- und Paprikapulver hinzu. Dünste nun alles bei mittlerer Hitze, unter regelmäßigem Wenden. Danach kannst Du die Kokosmilch und das Wasser hinzufügen und alles weiterköcheln lassen, bis das Gemüse weich ist. Zum Schluss noch frisch gehackte Korianderblätter beimischen, vom Herd nehmen und servieren.

Iss nur kleinen Mengen, denn Dein Magen sollte nur zu etwa drei Vierteln gefüllt sein.
Iss nur kleinen Mengen, denn Dein Magen sollte nur zu etwa drei Vierteln gefüllt sein.

Saitan & Bohnen-Curry mit Mango-Reismilch

Prima ist auch anstatt oder als Zusatz zum Saitan beliebiges Gemüse mitzukochen, wie etwa breite Bohnen. Das bekommt allen Doshas gut. Als Pitta-Typ nimm die Hälfte des Curry Masala, als Kapha-Typ kannst Du den Saitan weglassen und zusätzlich Gemüse, wie etwa Karotten, verwenden.

Zutaten

  • 200 g Saitan

  • 1 ½ EL raffiniertes Sonnenblumenöl oder flüssiges Ghee

  • 1 MS Asafoetida (Asant) Gewürz

  • 20 frische Curryblätter

Curry Masala:

  • 300 ml Reismilch

  • 50 ml Kokosmilch

  • 4 EL Mangopüree

  • ½ TL Salz

  • 1 TL Koriander

  • ¼ TL Kreuzkümmel

  • ½ TL Fenchel

  • ½ TL Senf

  • ½ TL Bockshornkleesamen

  • 7 Schwarzpfefferkörner

  • 1 kleiner Anisstern

  • 5 grüne Kardamomschoten

  • ¾ TL Kurkumapulver

Zubereitung

Zuerst den Saitan beliebig zerkleinern und die Gewürze vom Curry Masala mahlen oder mösern. Nun das Öl oder Ghee leicht erhitzen und darin das Asafoetida für 3 Sekunden, die Currybläter für 10 Sekunden, und das Curry Masala für 5 Sekunden anrösten. Danach unverzüglich Reismilch, Saitan, Mangopüree und Salz hinzufügen und alles auf mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Sauce leicht dickflüssig ist. Zum Schluss noch abschmecken mit Salz und servieren.

Gewürztee zur Aktivierung des Stoffwechsels

Zutaten

  • 500 ml Wasser

  • ¼ TL Zimt

  • ½ TL schwarzer Pfeffer

  • 1 EL getrocknete Curryblätter

  • 1 ½ TL Kurkuma

  • ½ TL frisch geriebener Ingwer

Zubereitung

Bringe das Wasser mit Zimt, Pfeffer und den Curryblättern zum Kochen. Reduziere danach die Hitze und lasse das Wasser noch für ca. 5 Minuten leicht köcheln. Anschließend kannst Du die Hitze ganz abstellen. Gib dann das Kurkumapulver dazu und verteile den Ingwer auf 2 Tassen. Gieße nun den Gewürztee auf den Ingwer und lasse alles für 8–10 Minuten ziehen.

Tipp

Trinke den Tee an 5 aufeinanderfolgenden Tagen am Morgen sowie auch am Abend - idealerweise vor dem Zubettgehen. Lege dann eine fünftägige Pause ein, bevor Du den Tee nochmals für 5 Tage konsumierst.

Birne mit Karamell-Datteln

Dieses Gericht ist nicht nur lecker, sondern auch ideal für Pitta und Kapha. Bist Du ein Kapha-Typ, kannst Du zusammen mit den Datteln 1 EL geriebenen Ingwer beigeben. Als Vata-Typ solltest Du dieses Dessert in kleinen Mengen genießen.

Zutaten

  • 4 EL Vollrohrzucker

  • 250 ml Wasser

  • 100 g Datteln

  • ½ Zimtstange

  • 2 TL Maisstärke

  • 2 Birnen

  • 500 ml Wasser

  • 50 g Vollrohrzucker

  • 1 Zimtstange

  • 7 Nelken

  • 2 Anissterne

  • 1 TL Kurkuma

Zubereitung

Schäle, halbiere und entkerne die Birnen. Lasse diese dann im Wasser mit Zucker, Zimt, Nelken, Ansisstern und Kurkuma für 15 Minuten lang köcheln. Nimm alles vom Herd und lasse die Birnen im Sirup auskühlen. Wenn möglich, einige Stunden ziehen lassen. Erhitze nun 4 EL Zucker in einem Kochtopf und lasse diesen hellbraun karamellisieren. Anschließend mit 250 ml Wasser ablöschen, Datteln klein würfeln und zusammen alles 5 Minuten lang köcheln lassen. Dann die Maisstärke in 2 EL Wasser auflösen und unter kräftigem Umrühren beimischen. Nach 1 Minute vom Herd nehmen. Zum Schluss die Birnen aus dem Sirup rausgeben, in längliche Schnitze schneiden und das Dessert mit der Karamellsauce servieren.

Wir wünschen Dir viel Spaß beim Nachkochen der ayurvedischen Rezepte und einen guten Appetit!