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Atemübung

Anleitung für die perfekte Bauchatmung

Elisabeth Naschberger-Mauracher
Elisabeth Naschberger-Mauracher01.04.2025
Eine bewusste Atmung fördert einen wachen Geist und emotionale Ausgeglichenheit.

Bewusstes Atmen birgt eine heilende Kraft mit sich. Gerade bei der Meditation kannst Du diesen Aspekt nutzen, um Dich von Stress zu befreien, zu fokussieren und Dir selbst wieder näherzukommen. Ein wacher Geist und eine emotionale Ausgeglichenheit werden dadurch möglich. Doch um nicht in die verspannte Brustatmung zu fallen, gibt es einige Aspekte zu beachten. Wenn Du die bewusste, richtige Bauchatmung optimal ausführen willst, dann könnte Dir diese Anleitung weiterhelfen.

Die entspannte Atmung birgt Heilung

Atmen ist die natürlichste Sache der Welt – doch weil Dein Nervensystem diesen Vorgang ganz automatisch übernimmt, fällt es vielen Menschen schwer, wirklich bewusst zu atmen. Mit der richtigen Atmung gleichst Du Deine Grundkonstitution besser aus und findest zu mehr Harmonie. Denn Deine Atmung ist direkt mit den emotionalen, körperlichen und geistigen Bereichen Deines Seins verknüpft.

Das bedeutet, Du kannst durch Deine Atmung bewusst Einfluss darauf nehmen, wie es Dir geht. Bestimmt hast Du selbst schon öfter gemerkt, wie sich Deine Atmung an Stimmung und Situation anpasst. Freust Du Dich, kann das zu tiefem, befreiten Atmen führen. In Stresssituationen reagierst Du dagegen mit Verspannungen, die sich in einer kurzatmigen, beklemmenden Brustatmung äußern. Leider kann regelmäßige Hektik dazu führen, dass sich dieser Zustand normalisiert.

Aus diesem Grund kannst Du lernen, Deine Atmung so zu nutzen, dass Deine geistige wie körperliche Gesundheit durch die Umwandlung der negativen Gefühle in positive gewahrt werden kann. Schaffst Du es, auch in angespannten Situationen eine lockere Bauchatmung aufrechtzuerhalten, wird Deine Nervosität sich einfach auflösen – Du trittst Herausforderungen entspannter gegenüber. Dein Prana – also Deine Lebensenergie – wird angeregt und harmonisiert.

Die richtige Bauchatmung erfordert ein bisschen Übung und Ausdauer.
Die richtige Bauchatmung erfordert ein bisschen Übung und Ausdauer.

So führst Du die Bauchatmung richtig aus

Indem Du es meisterst, entspannt in den Bauch einzuatmen, zieht sich das Zwerchfell zusammen und schiebt so mit seiner zentralen Sehnenplatte Deine Bauchorgane und damit auch die Bauchdecke nach vorne. So kann die Luft optimal durch die Luftröhre einströmen. Bei der entspannten Ausatmung aus dem Bauch kontrahieren wiederum die seitlichen Bauchmuskeln – so werden die Bauchorgane dem Zwerchfell entgegengeschoben. Auf diese Weise kann dieses sich entspannen, sinkt weit zurück in den Brustraum und ermöglicht das barrierefreie Herausschieben der Luft aus der Lunge. Im Gegensatz zur paradoxen Bauchatmung kannst Du so zur Befreiung finden.

Bist Du gerade bei Deinen ersten Versuchen einer korrekten Bauchatmung, dann folge am besten dieser Anfänger-Übung:

  • Setze Dich in eine aufrechte Haltung und positioniere Deinen Rücken und Kopf so gerade wie möglich. Deine Schultern kannst Du locker nach unten hängen lassen. Wenn Du Dich anders wohler fühlst, kannst Du Dich mit dem Rücken auf den Boden legen und Deine Hände und Arme seitlich ablegen. Jetzt kannst Du Deine Augen schließen.

  • Nun lege die Hand auf Deinen Bauch – der Mittelfinger sollte auf dem Bauchnabel liegen, die andere Hand kann auf das Brustbein gelegt werden. Versuche ganz bewusst und langsam in den Bauch zu atmen – Deine Bauchdecke sollte sich beim Ein- und Ausatmen bewegen. Am Anfang betrifft dies vielleicht nur den oberen oder mittleren Bauchbereich. Dein Brustbein sollte weitgehend unbewegt bleiben.

  • Achte auf eine sanfte Atmung und steigere sie auf eine immer tiefere und langsamere Bauchatmung. Versuche immer lockerer zu lassen – so sollte eine natürliche, tiefer werdende Atmung möglich werden. Nicht gewaltsam in den Bauch atmen, sondern entspannt. Folge einfach immer Deinem Impuls, wenn Du das Gefühl hast, Ein- oder Ausatmen zu wollen.

  • Idealerweise wirst Du dabei immer ruhiger und lockerer. Das merkst Du auch daran, dass sich Dein Bauch vom Solarplexus bis zu den Genitalien hin sanft, entspannt und gänzlich bewegt.

Diese vier Schritte sind ein sehr guter Anfang, um sich der perfekten Bauchatmung anzunähern. Wende diese Atemtechnik zwischen 10 und 20 Minuten an und fühle Dich befreiter und wohler!

Wenn Du schon etwas weiter auf Deinem Weg zur idealen Bauchatmung bist, dann ist diese Fortgeschrittenen-Übung eine sinnvolle Ergänzung für Deine Entspannungs-Sessions:

  • Deine Haltung sollte weiterhin gerade sein, ob Du nun stehst, sitzt oder liegst. Schultern und alle Muskeln lockerlassen, die gerade nicht aktiv benötigt werden.

  • Konzentriere Dich wieder auf Deine Bauchdecke – atme immer tiefer und entspannter ein und aus.

  • Nun lege eine Hand auf Deinen Bauch – der Mittelfinger sollte auf dem Bauchnabel liegen, die andere Hand kann auf das Brustbein gelegt werden. Versuche ganz bewusst und langsam in den Bauch zu atmen – Deine Bauchdecke sollte sich beim Ein- und Ausatmen bewegen. Am Anfang betrifft dies vielleicht nur den oberen oder mittleren Bauchbereich. Dein Brustbein sollte weitgehend unbewegt bleiben.

  • Nun nutze die Kraft Deiner Vorstellung! Stelle Dir vor, wie Du beim Einatmen neue Kraft und Energie in Dich aufnimmst. Beim Ausatmen sendest Du Licht und Liebe aus. Wiederhole diese Imaginations-Anregungen auch gedanklich, indem Du die Wörter „Kraft und Energie“ beim Einatmen klar vor Augen hast und die Wörter „Licht und Liebe“ deutlich beim Ausatmen siehst. Diese Übung empfiehlt sich für etwa 10 Atemzüge. Natürlich kannst Du diese erweiterte Bauchübung so oft wiederholen, wie Du Dich wohlfühlst.

  • Zusätzlich ist die sogenannte leichte Pressatmung von Vorteil: sie hilft Dir bei Verspannungen im Bauch. Drücke den Atem sanft in Deinen Bauch – Deine Bauchdecke wölbt sich dabei stark nach außen, wird also kugelig-rund, sobald Du einatmest. Beim Ausatmen zieht sie sich wieder nach innen. Diese Übung hilft sehr gut, um wieder ein entspanntes Gefühl in den Bauch zu bekommen. Anschließend geht es mit der sanften Bauchatmung weiter – dabei bewegst Du Deine Bauchdecke allerdings nicht mehr bewusst.

Das Schöne an diesen Übungen ist nicht nur eine momentane Befreiung – mit der Zeit wirst Du sehen, dass Du ganz automatisch in den Bauch atmest. Nimm Dir jeden Tag 1-2 Mal um die 10 bis 15 Minuten Zeit, um Deine Bauchatemtechniken konzentriert zu üben. Schon bald wirst Du spüren, wie Du Entspannung, aber auch neue Lebendigkeit finden kannst.

Achtsamkeit ist eine natürliche menschliche Fähigkeit, die wir besitzen und durch Übungen stärken können.

Achtsamkeit

Achtsamkeit ist eine natürliche menschliche Fähigkeit, die wir besitzen und durch Übungen stärken können. Achtsamkeit üben bedeutet präsent zu sein, wach und bewusst in Kontakt mit der gegenwärtigen Erfahrung, von Moment zu Moment, mit einer nicht wertenden, offenen und annehmenden Haltung.

Ritual | Mindset
Achtsamkeit
Wer seinen Atem stärkt, stärkt seine körperliche und seelische Kraft.

Atemmeditation – Atem ist Leben

Zeit für eine Atemmeditation! Der Atem kann wie ein kleines Rinnsal durch unseren Körper fließen oder aber wie ein Leben spendender Fluss. Diese Lebenskraft kann uns beflügeln, verleiht Vitalität, Frische und unterstützt alle Lebensprozesse. Der Atem vermittelt uns den lebenswichtigen Sauerstoff und ist die Quelle unserer Lebensenergie. Gleichzeitig ist er Anker für tiefe Ruhe und kann körperliche, seelische und geistige Blockaden lösen. Auch Schlafprobleme, Erschöpfung oder Konzentrationsschwäche können sich durch den gelösten und tiefen Atem verbessern oder ganz verschwinden. Wer seinen Atem stärkt, stärkt seine körperliche und seelische Kraft. Gute Gründe, den Atem und seinen natürlichen Rhythmus einmal genauer kennenzulernen.

Atemübung | Meditation
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